Dienstag, 22. April 2008

the taste is familiar and so is the sound, it burns all my money it turns me down.



Ja, Panik. Guter Bandname. Wollte schon länger mal 1,2 Sätze über die schreiben. Gitarrenmusik wird ja immer langweiliger und blöder, überhaupt im Hinblick auf sogenannte "Newcomer". Die Alten vermögen mich immer wieder zu trösten: Yo La Tengo. Trail of Dead. Tocotronic. Sleater Kinney. Neue Gitarren-Bands erheitern mich dagegen nur selten. Das letzte Debut, das mich so richtig überzeugte, dürfte wohl Arcade Fires "Funeral" gewesen sein.
Die Gruppe JA, PANIK aus Wien kommt da mehr ale gelegen. Das selbstbetitelte erste Album von 2006 hab ich wohl verschlafen, wird aber alsbald nachgeholt, versprochen. Das aktuelle Werk trägt nun den wirklich hervorragenden Titel "The Taste and the Money" und erscheint in Deutschland auf Alfred Hilsbergs whatssofunnyabout-Label.
Mit tollen Liedern und toller Verzweiflung in der Stimme. Nahbar. Ungehalten. Prätentiös.

Auf der Internetseite der Gruppe findet sich auch ein Manifest. Kann man blöd finden. Oder nicht. Beispiel:

Auf blutigen Knien flehen wir euch an: schneidet die Penisse aus der Pop-Kultur! Zerfleischt sie! Reißt sie aus allen Künsten! Speit jeden Tag auf den Altar eurer Männlichkeit! Defragmentiert euer Geschlecht, stülpt es nach innen! Aoide wird euch aus dem fiebrigen, hundertjährigen Schlaf küssen und eure Gitarren werden wie von Zauberhand vom reinen Werkzeug zum einzig wahren Glied werden.


Find ich gut.
Ein Video-Interview gibt es auch. Inklusive Verweigerungsgesten. Beispiel:




Ich finde das alles sehr gut.
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